Angst, Depression und Trauma- Blog der Traumahilfe Österreich

Für Menschen die bereits unter einer Depression leiden kann sich eine mögliche Ansteckung mit Corona bedrohlicher anfühlen als für andere. Beschränkungen oder Maßnahmen können negative Erinnerungen an schreckliche Kindheitserlebnisse wecken. Auch wenn wir den Hintergrund nachvollziehen können, es soll kein überfüllten Intensivstationen in den Krankenhäuser geben oder eine grundsätzliche ärztliche Versorgung zur Verfügung stehen. 

Es entsteht das Gefühl keine Mitsprache zu haben und ausgeliefert zu sein. Jetzt sind wir endlich erwachsen und dem elterlichen Verboten entwachsen und dann dieser plötzliche Verlust der Entscheidungsmöglichkeiten. Es können Gefühle wie Wut oder Traurigkeit entsehen, da Grenzen und Regeln entstehen die die Freiheit beschränken. 

Oft kann durch die schwankenden Bestimmungen ein Gefühl entstehen ins kalte Wasser geworfen zu werden. Wer kümmert sich um mich wenn ich allein bin? Was passiert wenn ich krank werde. Wohin kann ich mich wenden wenn es mir schlecht geht? Wenn alle Hoffnung verloren geht weil der Virus einfach nicht weggeht dann entsteht vielleicht sogar die Frage nach dem Sinn im Leben. 

Beim Treffen mit Freunden, Familie oder Bekannte können viele unangenehme Fragen entstehen. Darf ich umarmen, die Hand geben oder wie soll ich mein Gegenüber begrüßen? Und warum ich fühle ich mich dabei schlecht. Der soziale Austausch kann in der Vergangenheit zu einer großen Hilfe geworden sein um in kein schwarzes Loch zu fallen oder unter einer großen depressiven Episode auszuweichen. Auch wichtige therapeutische Hilfe, Sport, Vereine oder der Austausch mit Arbeitskollegen kann durch die Maßnahmen oder eine Quarantäne nicht mehr oder nur bedingt unternommen werden. 

Wie soll man sich verhalten wenn sich ein lieber Mensch immer mehr zurückzieht und wir Angst haben ihm erneut zu begegnen. Und wie wenn wir abgelehnt werden und das Kindheitserinnerungen in uns weckt die sehr traurig sind. 

Was lösen Masken bei Ihnen aus. Sie verdecken den Mund der für den Ausdruck von Gefühlen eine große Rolle spielt. Ein Lachen ohne aufgestellte Mundwinkel, ein Verwunderung oder Ärger ohne die geformten Lippen dazu. Wie gut können Sie Emotionen aus den Augen ablesen und wie wohl fühlen sie sich dabei?

Längere Einsamkeit kann bei alleinstehenden Menschen ohne jegliche Vorbelastung sehr bedrückend sein. Eine Isolation ist schwer auszuhalten, durch die Vielzahl an Maßnahmen sind die aufgebauten Reserven aufgebraucht und nun bleibt die Angst ob es vielleicht zu erneuter Einsamkeit kommen könnte.  

Durch die Depression oder Angst können sich manche nicht so schnell an die Maßnahmen gewöhnen und anpassen. Corona verlangt von uns eine schnelle Anpassung an die jeweiligen Umstände die nicht jedem leicht fallen. Es fällt schwer alles einfach anzunehmen. 

Sie dürfen wütend sein wenn sie sich nicht wohl fühlen. Die lange Einsamkeit kann uns auf Dauer leer machen oder zermürben. Heute geht es mir besonders schlecht, aber morgen erwartet mich ja wieder das selbe und es ist keine Änderung in Sicht. Warum soll ich heute aus dem Bett steigen und aufstehen, wie soll ich Kraft zum Duschen gehen finden wenn für mich nichts mehr geht und ich depressiv bin. Depression ist eine Krankheit die jahrelang verlaufen kann. Betroffene haben oft das Gefühl zu funktionieren und den Alltag nur mehr irgendwie bewältigen zu können. 


Welche Strategien haben sie sich vor Corona erarbeitet um gegen ihre Depression anzukommen bevor plötzlich alles hinfällig wurde. Bei einer akuten Vorbelastung stellt ein Lockdown, und die Schwierigkeit alles wie bisher machen zu können, eine starke Belastung dar. 

Stehen sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch oder spüren sie sich gerade nicht gut. Wie stabil sind sie mit ihren Emotionen? Können sie sich an häufige Stimmungsschwankungen erinnern? Gibt es Situationen wo sich fragen warum Kleinigkeiten sie plötzlich viel schneller stören oder in die Luft gehen lassen.  

Wie groß ist ihre Angst vor einer Ansteckung und was löst eine Erkrankung im Bekanntenkreis bei ihnen aus. Eventuell sogar im näheren Umfeld? Bekommen Sie Angst wenn sie von einer Ansteckung erfahren? Gehören sie zu einer Risikogruppe oder würden sie sich so einschätzen dass die Krankheit bei ihnen eher harmlos verlaufen würde. 

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