Taumahilfe Österreich Blogbeitrag, Blog der Traumahilfe Österreich, www.traumahilfe.at/blog

Traumareaktionen entstehen als Reaktion der menschlichen Psyche auf einmalige oder über einen längeren Zeitraum passierende belastende Lebensereignisse.

Wichtig: Nicht jedes belastende Ereignis löst eine Traumfolgestörung aus.

Dieser Artikel dient der Psychoedukation.

Für eine individuelle Diagnose wenden Sie sich bitte an eine Fachperson (Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut).


Zwei bekannte Begriffe aus diesem Spektrum werden im Folgenden genauer erläutert.


Akute Belastungsreaktion (Aus ICD 10 wortwörtlich, müsste man noch in eigene Worte fassen)


Eine vorübergehende Störung, die sich bei einem psychisch nicht manifest gestörten Menschen als Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung entwickelt, und die im Allgemeinen innerhalb von Stunden oder Tagen abklingt. Die individuelle Vulnerabilität und die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen (Coping-Strategien) spielen bei Auftreten und Schweregrad der akuten Belastungsreaktionen eine Rolle. Die Symptomatik zeigt typischerweise ein gemischtes und wechselndes Bild, beginnend mit einer Art von "Betäubung", mit einer gewissen Bewusstseinseinengung und eingeschränkten Aufmerksamkeit, einer Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und Desorientiertheit. Diesem Zustand kann ein weiteres Sichzurückziehen aus der Umweltsituation folgen (bis hin zu dissoziativem Stupor, siehe F44.2) oder aber ein Unruhezustand und Überaktivität (wie Fluchtreaktion oder Fugue). Vegetative Zeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen und Erröten treten zumeist auf. Die Symptome erscheinen im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach dem belastenden Ereignis und gehen innerhalb von zwei oder drei Tagen, oft innerhalb von Stunden zurück. Teilweise oder vollständige Amnesie (siehe F44.0) bezüglich dieser Episode kann vorkommen. Wenn die Symptome andauern, sollte eine Änderung der Diagnose in Erwägung gezogen werden.  


Anpassungsstörung (Aus ICD-10 wortwörtlich, müsste man noch in eigene Worte fassen)


Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im Allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.

Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (Nach ICD 10)


Die Posttraumatische Belastungsstörung ist ein Bild, welches im Zusammenhang mit schweren Traumata häufig auftritt.


Sie tritt als zeitverzögerte Reaktion auf ein oder mehrere belastende Situationen oder Lebensereignisse furchtbaren Ausmaßes auf, die bei den meisten Menschen eine großes psychisches Leiden hervorrufen würde (Beispiele: Gewalterfahrungen, Körperverletzung, Zeugenschaft jener Taten, Folter, Missbrauch, Unfälle).


Bestimmte Persönlichkeitszüge können die Schwelle, an einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, senken oder den Verlauf einer PTSD verstärken. Diese Merkmale sind aber als Auslöser oder Verstärker einer PTSD nicht nötig.


Typische Merkmale einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind:

Wiedererleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen oder flashbacks)

Wiedererleben des Traumas in Form von Träumen

Erleben eines Gefühls von Betäubtheit oder emotionalem Stumpfsein

Gleichgültigkeitsgefühl

Apathie

Verminderte Fähigkeit, Freude zu empfinden

Vermeidungsverhalten bezüglich Situationen und Aktivitäten, die Erinnerungen an das Trauma hervorrufen können

Nervosität als Grundstimmung

Erhöhte Schreckhaftigkeit

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